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Die darf man sich auf der Zunge zergehen lassen - faire „Knast-Kekse“ aus dem Gefängnis von Syrakus/Sizilien.

Knast-Kekse von WeltPartner? - Die soziale Genossenschaft Arcolaio aus dem Süden Siziliens zeigt seit 2003, dass fairer Handel auch in Europa wirkt. Ziel der Arbeit ist es, Menschen im Gefängnis durch sinnvolle, fair bezahlte Arbeit neue Perspektiven zu eröffnen und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen.

Es geht um eine qualifizierte Ausbildung zum Bäcker, tarifliche Bezahlung und Unterstützung beim Neubeginn. In der Gefängniswerkstatt entstehen biologische, gluten- und laktosefreie Kekse - handwerklich hergestellt und mit viel Sorgfalt gebacken.

21 Beschäftigte verarbeiten Mandeln, Zitronen und Orangen von italienischen Kleinbauern, die ökologisch und im Einklang mit ihrer Region wirtschaften, sowie fair gehandelten Zucker von Manduvirá, Paraguay. So verbinden sich soziale Verantwortung, handwerkliche Qualität und der unverwechselbare Geschmack Siziliens.

Arcolaio zeigt, dass Fairer Handel auch in Europa dringend notwendig ist. Die Genossenschaft arbeitet mit kleinen landwirtschaftlichen Betrieben zusammen, setzt auf langfristige Beziehungen, zahlt faire Preise und fördert ökologische Anbaumethoden. Gleichzeitig schafft sie faire Arbeitsbedingungen für Menschen, die häufig ausgegrenzt werden.

Mit jedem Keks von Arcolaio wird ein Produktionssystem unterstützt, das Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Die Knast-Kekse stehen für Würde, Verantwortung und zweite Chancen - und für einen Fairen Handel, der zeigt, dass Veränderung möglich ist.

 

 

 

 

 

 

Seit 2007 besteht der Kontakt zwischen der Werkstatt OXIDOS (die Rostigen) in Bogotá, Kolumbien, und GLOBO. Anfangs ist vereinbart worden, dass Jugendliche, ehemalige Straßenkinder, beim Sammeln von Alteisen unterstützt werden, indem ihnen eine bestimmte Mengenabnahme garantiert wird. Das Alteisen wird dann bei der Produktion der Dekorationsartikel integriert. Die Zusammenarbeit ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden:

Eine große Nachfrage hierzulande hat dafür gesorgt, dass noch mehr Jugendliche eine Ausbildung und danach eine feste Anstellung bekommen konnten. Anfang 2013 waren schon 30 MitarbeiterInnen bei OXIDOS angestellt, darunter ein Drittel junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, die in dieser Werkstatt ihre Ausbildung als Facharbeiter durchlaufen.

Die soziale Ausrichtung dieser Werkstatt ist vorbildlich. Alle Angestellten erhalten neben dem Lohn und der Versicherung für ärztliche Versorgung und Rente auch eine Beteiligung am Gesamtgewinn eines Jahres. Kriterien für die Höhe der Zuteilung sind die Dauer der Zugehörigkeit zum Betrieb, die Arbeitsqualität und die familiäre Situation. Schwangere Frauen haben zusätzlich die Möglichkeit einfache Arbeitsgänge in Heimarbeit zu erledigen. Auf diese Weise bleiben sie dem Betrieb verbunden und weiterhin unter dem Schutz der sozialen Absicherung.

Diese Art Arbeitsverhältnis nennt sich »Satellit«. Diese Uhrenwerkstatt ist unserem Eindruck nach ein wirklich gutes Projekt: klein genug, um überschaubar zu sein, groß genug, um auf erhöhte Nachfrage zu reagieren; es werden angemessene Löhne und Prämien gezahlt, die Lohnbuchhaltung ist korrekt, die Arbeitsplätze sind sauber, die MitarbeiterInnen motiviert. Und nicht zuletzt entwickelt OXIDOS, teilweise in Zusammenarbeit mit GLOBO, immer wieder neue, interessante Produkte in einzigartigem Design.

Filzkunst aus Nepal

Die Volkskunst des Filzens hat in Nepal eine lange Tradition und sichert vielen Einheimischen das Überleben. Besonders die Bergvölker nutzen diese alte Technik, um Schafswolle zu Filztextilien zu verarbeiten. Mit viel Fingerfertigkeit bearbeiten die Kunsthandwerker das weiche Material und kreieren daraus Broschen, Taschen, Hausschuhe oder andere farbenfrohe Accessoires.

Unser abwechslungsreiches Sortiment nepalesischer Filzkunst verdanken wir den Kunsthandwerkern unserer Partner Sana Hastakala, ACP (Association for Craft Producers) und Purna Kalash Traders. Die Organisationen arbeiten mit Produzentengruppen in verschiedenen Regionen Nepals zusammen und unterstützen sie bei der Vermarktung ihrer Produkte. Gerade Frauen erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr Einkommen selbstständig und unabhängig zu erwirtschaften. Die liebevoll gestalteten Filzprodukte entstehen teils in Heimarbeit, teils in gemeinsamen Werkstätten.

Bei der Fertigung ihrer Produkte greifen unsere nepalesischen Partner auf traditionelle Techniken zurück und verbinden sie mit neuen Designs. Zunächst wird die Wolle in der gewünschten Farbe gefärbt. Danach wird sie mit warmem Wasser und Seife gründlich gewalkt. Auf diese Weise stellt sich die feine Schuppenschicht der Haare auf und die einzelnen Fasern verbinden sich zu einem Filzgewebe. Nach dem Waschen kann der Stoff dann zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden.

Die Filztäschchen sind wahre Alleskönner. Sie eigenen sich zur Aufbewahrung von Kosmetikartikeln, Schmuck oder kleinen Schätzen, wie Muscheln aus dem letzten Urlaub. Bei ihren vielfältigen Designs findet jeder ein Lieblingsstück. Die handgefertigten Täschchen bestehen aus 100% Wolle und sind mit einem Baumwollstoff gefüttert.

Modische Socken in vielen Varianten: bunt geringelt oder gemustert für Erwachsene und mit fröhlichen Tier-Motiven für Kinder - aktuell und NEU mit stimmigen Frühlings- und Sommermotiven ...

Der Istanbuler Familienbetrieb Bulus wurde 1983 gegründet und ist seit 2010 auch mit Socken aus Bio-Baumwolle im fairen Handel. Bulus strebt höchste Produktqualität an und legt großen Wert darauf, dass das Rohmaterial nachhaltig angebaut wird und die Produkte einen hohen Tragekomfort haben. Bulus ist GOTS-zertifiziert und entspricht somit den strengen ökologischen und sozialen Vorschriften des weltweit führenden Standards für Naturtextilien.

Bulus produziert sozialverträglich, bietet hohe Arbeitssicherheit und existenzsichernde Löhne. Der Mehrwert bleibt im Ursprungsland: Die Socken werden komplett in der Türkei hergestellt und verpackt. Verarbeitet werden zertifizierte Bio-Baumwolle und Garn aus der Türkei - nur bei Lieferengpässen kommen Rohstoffe aus Kirgisistan zum Einsatz.

Seit 2019 ist Bulus Partner von GEPA, die die Produkte in Deutschland vermarktet. Produziert werden sie über Veraluna, die Fair-Fashion-Marke des spanischen Verbandes Oxfam Intermón - Partner des internationalen Oxfam-Netzwerks.